Die perfekte Illusion:

Die Flugsimulator Technologie

Im Alltag fliegen Piloten in der Troposphäre, aber mehrmals im Jahr fliegen sie auch auf Flughöhe 0 – in einem Full Flight Simulator (FFS). Sie bilden das jeweilige Flugzeug und dessen Flugzustände derart genau nach, dass Trainings- und Checkflüge heute nur noch in einem Flugsimulator stattfinden. Das spart Treibstoff, verlängert die Lebensdauer von Flugzeug und Triebwerk und ermöglicht Trainingsbedingungen, wie zum Beispiel Unwetter und Systemausfälle, die im realen Flugbetrieb nicht dargestellt werden können.

Alle Flugsimulatoren von ProFlight basieren auf dem originaltreuen Cockpit des entsprechenden Flugzeugtyps, das auf eine Plattform montiert und über ein sogenanntes Motion-System jede mögliche Fluglage wirklichkeitsgetreu darstellen kann. Doch nicht nur die Bewegungen sind täuschend echt: Auch die gesamte Akustik ist exakt so wie bei einem Echt-Flug. Möglich macht das eine State-of-the-Art-Technologie, die ausschließlich bei den Level-D Flugsimulatoren von Lufthansa Aviation Training zum Einsatz kommt. Sie entsprechen dem höchsten Zulassungsstandard und simulieren die Reibung der Luft an der Außenhaut genauso perfekt wie den Blick aus Front- und Seitenfenster. So können ohne Risiko auch die schwierigsten An- und Abflugprozeduren geübt werden, bevor der Pilot zum ersten Mal den betreffenden Airport mit Passagieren anfliegt. 

Das Motion-System der Flugsimulatoren

Piloten spüren die Bewegungen des Flugzeugs sehr genau. Für die originalgetreue Nachbildung eines Fluges mit täuschend echten Sinneswahrnehmungen müssen sowohl Beschleunigungen als auch g-Kräfte simuliert werden. Dazu wird das Original Cockpit auf eine Plattform montiert, das wiederum über hydraulisch oder elektrisch betriebene Stelzen in allen Freiheitsgraden beweglich ist. Um die natürlichen Grenzen dieser Technik, die durch die Länge der Stelzen vorgegeben ist, zu überwinden, werden weitere Simulationstricks benutzt. Um beispielsweise den Start zu simulieren, wird das Cockpit nach hinten gekippt, wodurch im Gleichgewichtssystem der Menschen eine perfekte Täuschung ausgelöst wird: Simulatoren-Crews haben in diesem Moment das Gefühl einer rasanten Beschleunigung! Beim Bremsvorgang verläuft der Prozess genau gegengleich. Das Cockpit kippt nach vorne, dieser Bewegungsreiz wird vom menschlichen Körper – in Kombination mit den Bildern, die nun vom Sichtsystem geliefert werden – als Bremsvorgang und Landeanflug interpretiert. Die empfundene Bewegung stimmt dabei in jeder Sekunde mit dem „Blick aus dem Fenster“ überein.

Das Visual-System der Flugsimulatoren

Die räumliche Orientierung spielt für die Flugsicherheit eine entscheidende Rolle. Die Cockpit-Crew muss zu jedem Zeitpunkt wissen, wo sich Hindernisse, Berge oder hügeliges Gelände in der Flughafenumgebung befinden – unabhängig von den jeweiligen Sichtverhältnissen. Das visuelle System bietet dazu eine mehr als 180 Grad Sicht in Satellitenqualität mit allen wichtigen Objekten des betreffenden Flughafens. Dadurch können die Piloten im Flugsimulator die Anflugverfahren des jeweiligen Flughafens genauestens trainieren. Ein gutes Beispiel dafür ist der alte Airport in Hong Kong, für den eine spezielle Zulassung benötigt wurde. Das entsprechende Spezialtraining wurde in Full Flight Flugsimulator durchgeführt.

Die Flugsimulatoren von Lufthansa Aviation Training

Jeder Flugsimulator von Lufthansa Aviation Training, und das sind über 40, ist nach der höchsten Stufe der Zulassungsbedingungen, nach JAR-FCL1A Level-D zertifiziert. Der sogenannte Full Flight Flugsimulator muss nicht nur bestimmte Funktionen erfüllen, er muss auch den jeweiligen Flugzeugtyp exakt nachbilden. Bei der Lufthansa Aviation Training entspricht jeder Flugsimulator einem bestimmten Flugzeug innerhalb der Lufthansa Flotte. Ein Beispiel: Der A320 Full Flight Flugsimulator im Lufthansa Aviation Trainingszentrum in München ist das genaue Abbild des Lufthansa Airbus A320 mit der Kennung D-AIPA. Jeder Flugsimulator der Lufthansa Aviation Training ist durch das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) zertifiziert und wird einmal im Jahr durch das LBA überprüft.

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Jens Katenkamp Jens Katenkamp

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