Erlebnispilot Marcus P. aus Nürnberg schreibt:
Am 8.3.2008 durfte ich nun endlich meinen Weihnachtsgutschein für die Queen of Skys auch als Boeing 747-400 bekannt einlösen. Ich freute mich wie ein kleines Kind kurz vor der Bescherung als ich nun endlich das Lufthansa Trainingscenter in Frankfurt betreten durfte. Mit 2 anderen "Fliegerkollegen" begrüßte uns ein ehemaliger Lufthansa Pilot der einen sehr kompetenten Eindruck bei uns allen hinterließ. Er erzählte uns sehr viel aus den guten alten Fliegerzeiten und natürlich auch Fliegergrundlagen die er sehr anschaulich und verständlich rüber brachte.
Dann endlich war es soweit- es ging in den Gang in dem insgesamt 5 Simulatorriesen (je 15 Millionen € Wert) unter anderem auch die 747 stand. Im Cockpit platz genommen und ein paar kleine Einstellungen und schon ging es los! Schubhebel rein und die 4 General Electrics Triebwerke drücken einen in den Sitz - jedes Schlagloch im Frankfurter Asphalt der Bahn 25R spürend beschleunigten wir auf 160 Knoten - "ROTATE" und ein leichter Zug am Steuerhorn reichte um die über 200 Tonnen schwere Maschine vom Boden hochzuheben. Der Copilot fuhr die Gears ein und in definierten Schritten nahm er die Klappenstellungen zurück.
Nicht einen Augenblick glaubt man nicht in einer startenden 747 zu
sitzen.... nur wenn dann der Lehrer den weißen Bildschirm einblendet
und einen in die vorkonfigurierte Landephase auf die 25R setzt.... und
schon wieder das Adrenalin spürend nichts falsch machen zu dürfen ...
die Maschine im Sichtflug kontrolliert auf den Boden zu bekommen - (ILS
Frequenz gesetzt) jedoch nur die Sichtbedingung auf das Fresnel
Landesystem mit den Roten und Weißen Leuchten neben der Bahn zu haben
machte die ganze Sache schon spannend. Man ist die ganze Zeit hoch
konzentriert und versucht die Lady am Horizont auszurichten.... der
Copilot setzt die Klappen - fährt die Gears aus... ein Rumpel
erschüttert das Cockpit - dann der GPWS "1000" - "500" - "200" -
"Minimums" - "100" - "50" "40" "30" "20" "10" "10" ..... in diesem
Moment sollte man das Flaren (Nase hochziehen) beginnen was sich als
gar nicht so einfach herausstellt. Wenn die Maschine den Asphalt
berührt rumpelt alles - dann die Schubumkehr .... Bremsen und den Vogel
auf der Bahn halten - Sachen die im Simulator daheim einfach erscheinen
werden zur Herausforderung.
Nun durfte jeder mal an Steuerhorn... Die
Hände sind noch immer nass auch wenn man sich die ganze Sache noch mal
durch den Kopf gehen lässt und ich kann nur Jedem wärmstens empfehlen
diesen Flug zu unternehmen! Ein Erlebnis was man mit Niemanden teilen
kann wenn man es nicht selbst erlebt hat ...
Gruß und always three
greens Marcus